Im Lauf seiner Entwicklung erlernt ein Mensch nach und nach eine Art linguistischen Code

Fremdsprachen Lernen

Im Lauf seiner Entwicklung lernt das Kind Klangelemente zu unterscheiden:

Es wird Töne, die mit seinem sprachlichem Umfeld übereinstimmen, auswählen und andere, deren phonetische Strukturen in seiner sprachlichen Umgebung nicht bekannt sind, ignorieren: Es entwickelt nach und nach eine Art linguistischen Code, der sich den klanglichen Strukturen der eigenen Sprache anpasst. Jede Sprache hat ihren eigenen Code, und dieser kann sehr schnell zu einer Bremse werden, wenn es darum geht, eine Fremdsprache zu erlernen, sofern er mit den gelernten Sprachmustern der Muttersprache nicht übereinstimmt. Sprache ist zuallererst Melodie, d.h. eine Gesamtheit, bestehend aus Rhythmen und ganz spezifischen Tönen. Diese Rhythmen und Töne bilden das grundlegende Klangsubstrat, auf dem jeder andere Spracherwerb (z.B. auf lexikalischer, syntaktischer oder semantischer Ebene) aufbaut.

Ziel der Tomatis®-Methode ist es, Menschen, die eine Fremdsprache erlernen möchten, diese Rhythmen und Klänge nahezubringen.

Wenn sich das Ohr an diese fremden Rhythmen gewöhnt, können sie vom Lernenden leicht

aufgenommen und nachgeahmt werden. Diese Arbeit bedeutet auch, sich von den rhythmischen und klanglichen Strukturen der eigenen Sprache freizumachen, da sie oft eine hemmende Wirkung auf die neu zu erlernende Sprache ausüben.

 

Das menschliche Ohr kann Frequenzen im Bereich von 16 bis 16.000 Hertz und zahlreiche Rhythmen wahrnehmen.

Mit der Zeit gewöhnt sich das Ohr an den Frequenzbereich und den besonderen Rhythmus der Sprache und nimmt die neuen Hörgewohnheiten an. Deshalb ist es auch immer günstiger, die Fremdsprache in dem jeweiligen Land zu erlernen, da durch das ständige Hören der Sprache sozusagen ein „Klangbad“ dafür sorgt, dass das Ohr für die jeweiligen Frequenzen geschult wird.

 

Das Ohr kann durch die Horchtherapie, in die Lage versetzt werden, die benötigten Frequenzen der jeweiligen Fremdsprache aufzunehmen und abzuspeichern. Dies geschieht mit dem von Tomatis entwickelten „elektronischen Ohr“, einem System aus Verstärker, Filtern und einer elektronischen Umschaltung, was den Funktionen des menschlichen Ohres nachempfunden wurde.